Strandwache Kiel 2022

Mit Sicherheit am Wasser“

Wasserwacht Frammersbach unterstützt die Strandwache in Kiel.

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Von links: Sissy Haut, Jannis Wirzberger, Marian Hetzel, Tobias Karl, David Geiger, Marvin Hetzel, Magdalena Friedel, Simon Weigand. Vorne liegend: Nico Weisheit

Die Absicherung der Strände an den Küsten in den Sommermonaten ist nur durch die Unterstützung von zusätzlichen Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland möglich. So betreuen Freiwillige aus verschiedenen Wasserwachten im Wochenrhythmus die Strandabschnitte.

In der ersten Augustwoche unterstützten 9 Rettungsschwimmer der Wasserwacht Frammersbach ehrenamtlich die Wasserwacht Kiel bei der Absicherung der Strände an der Kieler Förde.

Schon im letzten Jahr hatte die Wasserwacht Frammersbach eine Gruppe von 6 Personen entsandt und damit eine Zusammenarbeit aus den 90er Jahren wieder aufleben lassen. Auch damals hatten Rettungsschwimmer aus dem Spessart die Strandwache an der Ostsee übernommen. Mit Nico Weisheit ist sogar noch einern der damaligen Teilnehmer auch 2021 und 2022 wieder im Einsatz.

Dieses Jahr nahmen Wasserwachtler der Ortsgruppe Frammersbach im Alter zwischen 17 und 46 die Herausforderung an, auch mal an einem Naturgewässer Aufsicht zu übernehmen. Gemeinsam mit 23 weiteren Rettungsschwimmern aus ganz Deutschland wurden eine Woche lang sechs der schönsten Strände an der Kieler Förde - Falkenstein, Schilksee, Strande, Heikendorf, Laboe und Stein - beaufsichtigt.

Der Wachtag

Mit einem gemeinsamen Frühstück und dem täglichen Briefing des Gesamtwachtleiters zu Wetter/Temperatur und organisatorischen Dingen startet der Wachtag um 7:30 Uhr, denn spätestens um 9 bzw. 10 Uhr müssen die Wachstationen besetzt und einsatzbereit sein.

Frisch gestärkt und hoch motiviert geht es anschließend zu den jeweiligen Stränden, welche teilweise mit dem Motorboot angefahren werden.

Sind Rettungsmittel bereitgestellt, Sanitätstaschen geprüft und die Wachstation eingerichtet, werden die Strandflaggen gehisst. Diese informieren Strandbesucher anhand ihrer Farbe, ob ein Strand bewacht (rot/gelb), Baden auf eigene Gefahr möglich (gelb) oder Baden verboten ist (rot).

Je nach Wetterlage werden über den Tag Wachstreifen gelaufen oder die zusätzlichen Wachtürme der Strände besetzt. Die Wachpersonen sind erster Ansprechpartner für die Badegäste, Übernehmen die Aufsicht und die Wasserrettung und natürlich auch die Erstversorgung von Verletzten. Außerdem werden immer wieder Einsatzübungen, wie z.B. Koordinierte Vermisstensuche und „Mann über Bord“-Manöver beim Bootseinsatz simuliert, um die Einsatzfähigkeit sicherzustellen.

Um 18 Uhr endet der Wachtag und nach dem Abmelden der Wachstationen startet der Abend immer mit dem gemeinsamen Abendessen.

Nach Dienstschluss

Natürlich kommt der Spaß in der Woche nicht zu kurz.

Die Wachwoche wurde am Sonntag inoffiziell um 0 Uhr mit einem kleinen Ritual, bei dem am Ende die Wasserwacht Flagge von der Crew der Vorwoche an die neue übergeben wird, gestartet. Beim gemeinsamen Kochen für das Abendessen und in geselliger Runde wurden abends Erfahrungen und Erlebtes unter den Mitgliedern ausgetauscht. So lernte man sich besser kennen und Freundschaften können entstehen.

Am Donnerstagabend stand das Ausdauerschwimmen von Schilksee nach Falkenstein (3,5 km) auf dem Programm. Dies wurde von 18 Rettungsschwimmern gerne angenommen, die übrigen sicherten die Gruppe mit den Motorbooten und einem Kajak ab. Dieses Jahr wurden 26 neue Rettungsschwimmer in das Reich von Neptun aufgenommen. Für die Aufnahme mussten die Anwärter ihre Leistung im Auswendiglernen eines Gedichtes sowie Ihre koordinierte Putz Leistung in der Wachstation, als auch ihre körperliche Fitness in Form von Liegestützen beweisen. Nachdem jeder Anwärter einen Schluck aus dem streng geheimen gebrauten Taufwasser und die zeremonielle Waschung mit Seegras über sich ergehen lies wurden am Ende die neuen Wachgänger von Neptun persönlich in das Reich des Wassers eingeführt.

Leider ging die Wachwoche viel zu schnell vorüber und am Samstag hieß es Abschied nehmen von neuen Freunden und dem Versprechen nächstes Jahr wieder zukommen.

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Der Spaß kam aber auch nicht zu kurz:

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